CLICK - Textgestalt und Bemerkungen zu seinen Predigten
Siehe unten: Schutzengelsonntag 1968

Fest der Unschuldigen Kinder

Kinderpredigt zu Weihnachten 1988


Liebe Kinder!

Wo das Christkind ist, da dürfen die Kinder nicht fehlen. Hat doch der göttliche Kinderfreund gesagt: „Lasset die Kleinen zu mir kommen, wehret es ihnen nicht.“ Am dritten Tag nach Weihnachten, also heute, sehen wir einen großen Blütenkranz um die Krippe des Christkindes, die Unschuldigen Kinder. Weit weg von Betlehem im Morgenland ist auf einmal ein großer Stern am Himmel erschienen. Diesen Stern haben drei Könige gesehen, und sie wussten, wenn am Himmel ein großer hell leuchtender Stern erscheint, dann ist das ein Zeichen, dass das Christkind auf die Welt gekommen ist. Diese drei Könige haben sofort ihre besten Sachen ausgesucht und eingepackt und haben sich dann auf den Weg gemacht, um nach Betlehem zu gehen und dort das Christkind zu grüßen und ihnen die wertvollen Geschenke zu bringen. Die hell leuchtende Sternsäule ist ihnen immer vorausgegangen, hat ihnen den Weg gezeigt, hat ihnen gezeigt, wohin sie gehen sollten.

Die Könige sind in die Stadt Jerusalem gegangen. Hier sind sie gleich zum König Herodes hingegangen. Sie glaubten, der König wisse es ganz gewiss, wo das Christkind sei. Sie gingen in das Haus hinein und sagten, wer sie sind. Sie fragten den König Herodes, wo ist denn der neugeborene König der Juden. Auf diese Frage hin ist König Herodes ganz weiß geworden vor lauter Schreck. Er fürchtete sich jetzt, dass ihn der neue König vom Throne stürzt. Der König hat sofort die gescheitesten Leute in Jerusalem fragen lassen, ob sie wissen, wo dieser neue König sei. Sie gaben ihm die erstaunliche Antwort: in Betlehem ist er geboren. Jetzt gab er den drei Königen den Auftrag, sie sollten nach Betlehem gehen, das Kind suchen – und wenn sie es gefunden haben, dann zu ihm kommen und es ihm melden. Dann ginge auch er hin, das Christkind anzubeten. So aber hat Herodes gelogen. Er wäre nie hingegangen, das Kind anzubeten, er hätte es gleich umbringen lassen, o dieser grausame Mann.

Die drei Könige gingen nach Betlehem. Und sie fanden das Kind in der Krippe. Sie beteten das Kind an und sie brachten die kostbarsten Geschenke, Gold, Weihrauch und Myrrhe. Der Himmelvater, der alles weiß, wusste auch die Gedanken des Königs Herodes in Jerusalem. Deshalb schickte der Himmelsvater den drei Königen einen Engel, der ihnen sagen musste, sie sollten nicht mehr nach Jerusalem zum König zurückkehren. Sie sollten der Stadt ausweichen und auf einem anderen Weg in ihre Heimat zurückkehren. Die Könige taten, wie ihnen der Engel gesagt hatte.

Herodes wartete einen Tag lang auf die Nachricht der Könige, aber diese kam nicht. Jetzt packte ihn ein gewaltiger Zorn. Er konnte nicht herausbringen, welches unter den kleinen Büblein das Christkind in Bethlehem sei. Deshalb befahl er seinen Soldaten, sie sollten nach Betlehem hinuntergehen und alle Knäblein, die nicht über zwei Jahre alt waren, umzubringen. Die Soldaten haben das nicht gerne getan, aber sie mussten dem König folgen, sonst hätte er sie alle aufhängen lassen.

Ihr könnt euch denken, wie die Mütter geweint haben, als die Soldaten kamen und ihre lieben Kinder umbrachten. Die Geschwister der Büblein haben sich auch gewehrt, sie wollten ihre Brüderlein nicht wegnehmen lassen, jedoch die Soldaten rissen den Müttern die Kinder einfach weg, aus den Armen rissen sie ihnen die Knäblein und schlugen den armen Knäblein mit einem großen Messer, mit einem Schwert den Kopf weg. Ungefähr 100 solcher Knäblein mussten sich ermorden lassen; welch ein Jammer und Klagen und Weinen der Mütter. Das Christkind aber haben die Soldaten doch nicht bekommen, weil das schon in Ägypten war.

Ihr werdet euch denken, arme Knäblein, die ihr so früh habt sterben müssen. Nein, glückliche Kinder, sie haben für das Christkind sterben dürfen. Wer für das Christkind sein Leben verliert, der findet es wieder zurück im ewigen Leben. Wir verehren diese Kinder als heilige Kinder. Ja, sie sind noch ganz klein für das Christkind gestorben. Das Christkind hat sie gleich in den Himmel hinauf genommen. Vom Himmel schauen sie auf euch herab und sie rufen euch zu: Kinder, bringt für das Christkind viele Opfer, um nicht so grausam zu sterben.

 

Nicht "Schutzengelen" für die Kinder, sondern Begleiter der Erwachsenen:

Schutzengelsonntag 1968


Geliebte im Herrn!

Sehr oft schon sind Leute gekommen, die mich gebeten haben, ich möchte ihnen eine Medaille weihen. Welches Bild trug die Medaille? Das Bild eines Engels. Warum ließen und lassen Menschen die Medaille eines Engels weihen? Sie glauben, dass das Tragen einer geweihten Engelmedaille ihnen Schutz bringt, dass der Engel ihn vor Gefahren beschützt, sie rettet. Wir glauben, Gott gibt uns einen Engel als Begleiter.

Die Geschichte des jungen Tobias kurz erzählen. Tobias muss eine große Reise machen und viele Gefahren beim damaligen Reisen. Tobias findet einen Begleiter. Der Vater Tobit entlässt sie mit dem Segenswunsch: „Gott und sein Engel begleiten euch!“ Der Engel begleitet, zeigt den Weg. Bringt ihn glücklich ins Vaterhaus zurück. Sein Geheimnis: Er gibt sich als Engel nicht zu erkennen.

Jeder Mensch erfährt das Leben voller Gefahr. Gott gibt ihm einen Engel als Begleiter und als Beschützer. Dieser zeigt den Weg und führt ins himmlische Vaterhaus. Sein Geheimnis: er gibt sich nicht zu erkennen, nimmt keinen Beweis, was Schutzengel getan haben. Der Schutzengel ist Tag und Nacht bei uns. Er lenkt alles in unserem Leben, aber unsichtbar und geheimnisvoll.

Was ist eine Menschenseele wert? Gott ist sie einen besonderen Engel wert. Was sind den Menschen die anderen Menschen wert? In einer Fabrik sind die Einzelnen eine Nummer. Wenn einer ausfällt, kommt ein anderer an seine Stelle. Sie werden ausgewechselt wie ein unbrauchbarer Reifen.

Die Engel schützen uns in jeder Gefahr – bewahren uns – helfen. Er gab dem Tobias einen guten Rat: Fass den Fisch und ziehe in heraus. Die Galle bewahre auf, denn gebraucht sie als Heilmittel. Verharre mit Sara die ersten drei Tage im Gebet. – Bestreue die Augen des Vaters mit Galle, ecc. So begleitet uns der Schutzengel und spricht uns zu Herzen, bewahrt uns vor Bösem, rät zum Guten.

Der Engel führt uns. Gehorchen wie Tobias, den Einsprechungen des Schutzengels.

Die Engel sind Diener Gottes. Gott kann durch seinen allmächtigen Geist alle Geschöpfe allein selbst lenken, aber er lässt andere mitwirken. Man sieht und hört nichts von ihnen, aber sie sind tätig wie Gott selber tätig ist.

Engel im Traum, zu Maria, bei Josef in der Nacht. Engel bei der Geburt Jesu. Engel bei der Versuchung Jesu. Engel im Feuerofen … Ein Engel schlägt den Herodes Agrippa, einen Neffen des Herodes des Großen. 

Mein Schutzengel und ich. Liebe deinen Schutzengel. Er ist für dich da. Es ist dein Schaden, wenn du von ihm nichts wissen willst. Habe Vertrauen zu ihm – bete zu ihm – befiehl dich ihm an und sei dankbar für die Güte Gottes!

Gehorche dem Schutzengel. Er kehrt deinen Weg zum Heil. Er kennt die Gefahren des Weges, die Listen des Teufels besser als du. Der Schutzengel spricht durch das Gewissen zu uns. Wir glauben, ein guter Gedanke sei uns gekommen, es bietet sich eine günstige Gelegenheit, droht eine Gefahr! In Wirklichkeit spricht der Engel zu uns. Wieviel in deinem gewissen richtet sich und hört auf die Stimme von oben.

Eltern sind Schutzengel. Das vierte Gebot wieder einmal richtig einpauken. Heutige Krisen. Stimme der abgefallenen Engel. Die Eltern sichtbare Engel. Der Erzengel sagte dem jungen Tobias: Nimm die Galle mit. … So benützt er auch deine Eltern, um dir gute Ratschläge zu geben, um dir etwas zu erbitten, dich zum Guten anzueifern …